Gleitgel an Board nicht erlaubt

Wie ich einst in Mannheim auf einem Seminar war. Es ging um Trachealkanülen und so hatte ich auch Herrn Mann, meinen Dummy, dabei.

Bei Demonstrationen und praktischen Übungen ist er jeweils sehr hilfreich. An ihm kann man das Absaugen aber auch das Einsetzen einer Trachealkanüle ganz vorzüglich üben. Für letzteres braucht es ein bisschen Gleitmittel. Zwar gibt es ein spezielles Gel für Herrn Mann, aber billiger ist einfaches Gleitgel aus dem Sexshop. Also war ich in Mannheim in einem Sexshop und habe ein kleines Fläschchen gefühlsechtes Gleitgel auf Wasserbasis gekauft. Direkt verstaut in meinem Rucksack wartete es auf seinen Einsatz.

Da wir den Schwerpunkt im Kurs anders gesetzt haben und uns mehr auf andere Inhalte konzentrieren konnten, brauchten wir das Gel letztlich nicht; aber: es lag in meinem Rucksack.

Auf dem Weg nach Hause musste ich einen Zwischenstopp am Flughafen Frankfurt machen. Der Weg mit der Bahn ist einfach zu weit und so stand ich natürlich auch in der Sicherheitskontrolle. Mir ist es da – und ich fliege viel – noch nie passiert, dass mein Handgepäck herausgewunken wurde. Nun. Jeder macht mal neue Erfahrungen. 250 ml waren einfach zu viel. Wobei sich der nette Securitymitarbeiter ein leichtes Grinsen nicht verkneifen konnte und ich möglicherweise etwas rot geworden bin.

Er müsse es leider entsorgen. Tja. Muss ich in Wien halt noch einmal in einen Sexshop und „mir“ neues Gleitgel kaufen.

Manchmal liebe ich meinen Job als Dozent. Und wenn ich nach Hause komme wird sicher auch Herr Mann sich ein Grinsen nicht verkneifen können.

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