Tag: Erlebnisse

… und dann wurde es Mainz.

Es gibt Aussagen, die möchte man einfach nicht hören.

Dazu gehört im Besonderen sowas wie „Schatz, ich ziehe weg.“ Als besagter Schatz hat man da nicht viele Möglichkeiten. Für mich jedenfalls gab es nur die Option, dann eben auch wegzuziehen.

Damit verbunden war aber ein ganzer Rattenschwanz an Aufgaben und Dingen, die geregelt werden mussten.

madoo.net – mein Projekt und ich

Es ist kompliziert – ist eine beliebte Antwort auf Fragen, die man nicht gern beantwortet. Es ist aber auch eine Antwort auf Fragen, die zu beantworten eine längere Geschichte wird. So ist es in meinem Fall. Kürzlich wurde ich gefragt, wieso ich madoo.net gegründet habe.

Geschichten meines Lebens: der Typ hinterm Tresen

Schon während meiner Schulzeit habe ich angefangen, in der Gastronomie zu arbeiten. Auch meine letzte Geschichte aus meinem Leben spielte in der Gastronomie, auch wenn sie dabei nur der Aufhänger war. In dieser Geschichte geht es auch wieder um den Verkauf von Speisen und Getränken. Eigentlich geht es um Bier.

Davon gab es in der ersten Kneipe, in der ich als Aushilfe arbeiten durfte, reichlich. Wenn ich mich richtig erinnere, hatten wir 16 Sorten Bier vom Fass. Darunter so köstliche Sorten wie Grenzquell, Kölsch – direkt an der Nordsee!, Tuborg und viele weitere. Dass Jever und Warsteiner darunter waren, wird niemanden überraschen.

Erst Rehabilitation, dann gefangen

Es gibt im Leben eines Therapeuten Momente, da verzweifelt man. Wenn man einen Patienten behandelt, aber sich einfach keine Fortschritte einstellen wollen – ohne dass man das verstehen könnte. Es gibt aber auch Momente, da zweifelt man an anderen. Ein Erlebnis mit einem Patienten und seiner Weiterversorgung lässt mich am Verstand mancher Pflegeeinrichtungen zweifeln.

Ein älterer Patient. Ende 60 mit einem Infarkt. Auf der Stroke Unit habe ich den Patienten erstmals kennen gelernt. Wirklich kontaktfähig war er nicht und durch bloßes Hören konnte man erkennen, dass der Schluckakt erheblich gestört war. Eine fiberendoskopische Schluckuntersuchung bestätigte einen Dysphagie-Score von 6 nach dem Münsteraner Schema – stille Aspiration von Speichel mit einer erheblichen Vigilanzminderung. Nach einer intensiven Diskussion der Untersuchungsergebnisse und einer ersten Prognose haben wir uns entschieden, den Patienten mit einer Trachealkanüle zu versorgen.

Verrückte Idee: logopädische Pop-Cakes

Vielleicht kennt ihr das: Man glaubt, man hätte schon alles gesehen und dann hat man plötzlich einen Pop-Cake in der Hand. Mir ging es heute in der Klinik so. Eigentlich sollten sie uns die Teamsitzung versüßen, aber dann hatte ich eine Idee – eine verrückte Idee. Aber darum arbeite ich ja auch in einer neurologischen Klinik.