Tag: Trachealkanüle

FEES-Protokolle: Dekanülierung

Ein ganz wesentlicher Teil der bildgebenden Schluckuntersuchung nach FEES-Standard ist die Anwendung unterschiedlicher Protokolle. Es stehen entsprechende Ablaufschemata für unterschiedliche Fragestellungen zur Verfügung. Zum Beispiel das Dekanülierungsprotokoll.

Logopädie – Aufgaben bei Patienten mit Trachealkanüle

Das Trachealkanülenmanagement ist immer ein interdisziplinärer Prozess an dem Logopäden, Ärzte, Pflegende, Patienten selbst und weitere Berufsgruppen beteiligt sind. Sie alle liefern Informationen, die ein Gesamtbild ergeben und damit die Grundlage für das weitere Vorgehen bilden.

Unterschiedliche Katheter beim therapeutischen Absaugen

Bei meinen Fortbildungen zum therapeutischen Trachealkanülenmanagement sind einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer verwirrt, warum es so viele verschiedene Absaugkatheter gibt und ob es nicht einfacher wäre, nur eine Sorte zu haben. Ich antworte dann immer mit einer ausführlichen Beschreibung, welcher Katheter für welche Situation am besten ist.

Ein kleiner Trick: Sprechen mit Trachealkanüle unter Beatmung

Die häufigste Ursache für Trachealkanülen ist neben der Dysphagie die Langzeitbeatmung. Während bei der Schluckstörung die Trachealkanüle verhindern soll, dass Speichel oder Nahrung aspiriert werden, ersetzt die Trachealkanüle bei beatmeten Patienten den translaryngealen Tubus. Diesen Tubus durch den Mund, den Rachen und den Kehlkopf in der Luftröhre zu platzieren ist kompliziert und kein Zustand von Dauer. Daher werden Patienten, die längere Zeit beatmet werden müssen, früher oder später tracheotomiert und dann mit einer Trachealkanüle versorgt.

Ich weiß nicht, wie es euch in der täglichen Arbeit mit tracheotomierten Patienten geht, aber die Einschränkung der Kommunikation empfinde ich als das größte Übel.

Warum es ihn nicht gibt aber alle an ihn glauben: der Absaugschein

„Dürfen Logopädinnen und Logopäden im Rahmen der Therapie endotracheal absaugen?“ – eine Frage die unweigerlich auf den sogenannten Absaugschein hinausläuft. Also der Frage, ob Logopäden, die in Kliniken oder Pflegeeinrichtungen Patienten mit einer Trachealkanüle betreuen und behandeln einen Schein brauchen um ihre Patienten absaugen zu dürfen.

Kennt ihr das? Man kommt zu einem neuen Patienten in einer Pflegeeinrichtung. Diagnose: Schwerste Dysphagie. Auf der Verordnung für Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie steht SC1 als Indikationsschlüssel. Man hat also den Auftrag, das Schlucken zu normalisieren und ggf. eine orale Ernährung wieder möglich zu machen. Doch dann ist der Patient mit einer Trachealkanüle versorgt. Wie fangt ihr da an? Wir alle wissen, dass eine Trachealkanüle den Schluckakt stört. Damit wir unseren Auftrag erfüllen können, müssen wir uns in der logopädischen Therapie also auch mit der Trachealkanüle beschäftigen. Teilziel für die Therapie wäre daher das kurzzeitige Entblocken. Aber dann kommt die Pflegekraft und will uns verbieten, den Patienten abzusaugen. Weil wir keinen „Absaugschein“ haben. Entblocken geht aber mit Absaugen einher.