Ham und Spam

Es ist manchmal eine echte Pest. Dieser Spam. Also dämliche Kommentare, die gerade auf meiner Webseite madoo.net gepostet werden, tatsächlich aber keine der so sehr geliebten konstruktiven Rückmeldungen zum angebotenen Therapiematerial sind, sonder zumeist von Maschinen eingetragene Nachrichten ohne Wert aber dafür mit vielen Links zu merkwürdigen Seiten.

Auf eine gute Rückmeldung zum Therapiematerial kommen mehr als zwei Spamkommentare. Das kann ganz schön nerven und auch wenn die Erkennung solcher Kommentare ein Stück weit automatisch abläuft, so muss ich doch immer wieder Hand anlegen.

Heute hat mich eine ganz andere Spam-Atacke erwischt: Die Nachfolgebank der Citi-Bank und Kabel Deutschland würden mich gern als Kunden gewinnen und haben mir bunt und herrlich uninformative Briefe geschrieben mit der Bitte um „Rückruf“ unter einer 018x-Nummer.

Dabei wussten beide Institutionen sehr wohl, dass ich dies nicht wünsche.

Nicht nur, dass ich weder bei der einen Bank noch bei dem Kommunikationsanbieter Kunde werden möchte, nein – ich möchte auch derartige Briefe nicht bekommen. Nicht zuletzt auch, weil sie überflüssig und damit eine unnötige Papierverschwendung sind. Gerade Kabel Deutschland war eben dies sogar bekannt. Es ist nicht einmal drei Monate her, da bekam ich ein sehr identisch aussehendes Werbeschreiben schon ein Mal und habe daraufhin angerufen.

Mich interessierte die Herkunft meiner Adressdaten in deren Bestand. Dazu konnte mir damals die Dame am Telefon keine Auskunft geben. Überhaupt hätte ich ja angerufen (!) und sie sei ja gar nicht zuständig für sowas.

Sowas.

Ein bisschen Nachforschung hat mir dann die nötigen Informationen gebracht: Die Deutsche Post hat meine Adresse fröhlich verkauft. Darum habe ich eben eine Nachricht an die Deutsche Post Direkt GmbH geschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben habe ich zwei Anliegen.

Zum einen bitte ich Sie um eine Mitteilung aller über mich bei Ihnen gespeicherten Daten, mit Angaben über die Stellen an die Sie diese Daten übermittelt haben und regelmäßig übermitteln. Geben Sie bitte genau an, zu welchem Zweck Sie diese Daten speichern!

Außerdem widerspreche ich ab sofort gemäß § 28 Abs. 3 Bundesdatenschutzgesetz der Nutzung meiner Daten zu Werbe-, Marktforschungs- und Meinungsforschungszwecken. Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass eine weitere Nutzung zu diesem Zweck Ihrerseits, eine strafbare Handlung darstellen würde.

Informieren Sie bitte die Stellen, an die Sie meine Daten bisher bereits übermittelt haben über diesen Widerspruch!

Mit freundlichen Grüßen,
Alexander Fillbrandt

Mal sehen, ob es was bringt.

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