Zugegeben – das Legen einer nasogastralen Ernährungssonde ist nicht typische logopädische Tätigkeit. Wohl aber wirken Logopäden an der Entscheidung mit, ob eine enterale Ernährung bei einem Patienten notwendig ist.

Bei der Entscheidung spielen auch Risiken eine Rolle. Die Firma Covidien weiß um die Gefahren, die bei der Anlage einer Nasensonde bestehen und nutzt aktuelle Technik, um diese zu minimieren.

Nasensonden sind auf einer Stroke Unit oder allgemein in der Neurologie häufig anzutreffen. Gerade Dysphagie-Patienten, bei denen eine orale Ernährung im Rahmen einer FEES ausgeschlossen wurde, müssen trotzdem mit Nährstoffen und Flüssigkeit versorgt werden. Eben durch eine Sonde, die durch die Nase über den Rachen bis in den Magen vorgeschoben wird.

Bei der Anlage kann es passieren, dass die Sonde nicht durch die Speiseröhre bis in den Magen gelangt, sondern durch den Kehlkopf in die Luftröhre rutscht. Dadurch würde die Sondenkost direkt in die Atemwege appliziert werden. Die Folge wäre im besten Fall eine Pneumonie.

Natürlich wird die Lage der Sonde überprüft. Mit Hilfe einer Blasenspritze wird Luft durch die Sonde gedrückt und gleichzeitig überprüft, ob im Magen ein blubberndes Geräusch entsteht. Ist dies der Fall, kann man davon ausgehen, dass die Sonde richtig platziert wurde. Trotz dieser Möglichkeit ist der Weg dahin blind.

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Das soll sich ändern. Die Firma Covidien, die sich mit Sonden und Tuben (wie Trachealkanülen) gut auskennt, hat ein neues System entwickelt, bei dem die Nasensonde mit einem zusätzlichen Kontrollmechanismus versehen ist. Die Kangaroo Feeding Tube nutzt die IRIS-Technologie.

Im Prinzip ist die Magensonde mit einer kleinen Kamera ausgestattet, die Bilder an ein angeschlossenes Display sendet und die die Möglichkeit bietet, visuell zu kontrollieren, welchen Weg die Nasensonde beim Anlegen nimmt und ob sie noch korrekt positioniert ist.

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Auf der Webseite zum Produkt, gibt es ein Video, dass die Funktionsweise erklärt.

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