Ein iPad für deine Präsentation auf Fortbildungen?

Zwei Dinge über mich sind hinlänglich bekannt: Ich gebe gern Fortbildungen und ich setze gern moderne Medien ein. Da liegt es nahe, einen Blick auf die Möglichkeiten zu werfen, wie man ein iPad als Dozent im Rahmen von Seminaren und Fortbildungen einsetzen kann. Welches Zubehör braucht man und welche Möglichkeiten bieten sich?

Direkte Verdindung

1. Die einfachste Möglichkeit ist sicher, das iPad mit einem Adapter direkt an einen Beamer anzuschließen. Apple bietet für die iPads passendes Zubehör: jeweils für iPads mit 30 pol. iPad-Connector und iPads mit Lightning auf VGA oder auf HDMI. Die Verbindung ist damit schnell hergestellt und die Anzeige wird entweder gespiegelt – das heißt, dass auf der Leinwand das selbe Bild erscheint wie auf dem iPad – oder die Ausgabefunktion der jeweiligen App wir genutzt. Bei Keynote zum Beispiel, lässt sich so die Präsentation auf der Leinwand anzeigen, während auf dem iPad der Moderatoren-Bildschirm einen Überblick über Zeit und die nächste Folie bietet.

Keynote Moderatorenansicht Der Nachteil dieser Methode ist, dass man den größten Vorteil des iPads einbüßt, nämlich die Mobilität. Das iPad hängt am Kabel fest. Dazu kommt, dass älteren iPads bei einem langen Vortrag schon mal die Energie ausgehen kann. Während der Adapter für den Beamer angeschlossen ist, lässt sich das iPad nicht mit Strom versorgen. Bei den Adaptern für die aktuellen iPad-Generationen mit Lightning-Anschluss ist die Möglichkeit, ein Ladegerät anzuschließen vorgesehen.

Verbindung via AirPlay

2. Eine Alternative wäre das von Apple erdachte und in das iPad integrierte AirPlay. Damit lässt sich kabellos der Bildschirm auf eine AppleTV übertragen. Der Beamer oder große Bildschirm ist in diesem Fall an eine AppleTV angeschlossen. Das iPad verbindet sich über WLAN mit der AppleTV und überträgt das Bild. Vorteil bei dieser Variante ist sicherlich die erhaltene Beweglichkeit. Das iPad, allen voran das iPad Air, ist so leicht, dass es sich wie Karteikarten trägt. Jedenfalls fast.

Eine Apple TV schlägt mit knapp 100€ zu Buche und erwartet einen Beamer oder großen Fernseher mit HDMI.

Anzeige spiegeln

3. Es gibt eine weitere Möglichkeit, die für Dozenten interessant ist, die für Demonstrationen und Einspielungen außerdem ein MacBook oder einen Windowsrechner nutzen. In diesem Szenario ist das MacBook mit dem Beamer verbunden. Ob mit VGA oder auf eine andere Art ist nicht entscheidend. Die Ausgabe des iPad wird auch hier über AirPlay ans Ziel gebracht. In diesem Fall nicht eine AppleTV, sondern das MacBook. Mit einer kleinen Software kann sich nämlich fast jeder Rechner im Netzwerk als AppleTV ausgeben, die Anzeige des iPad entgegen nehmen und darstellen.

iPad AirPlay In meinem Versuchsaufbau ist ein MacBook Air mit einem Beamer verbunden und zeigt eine Keynote-Präsentation. Ein iPad Air ist im selben WLAN angemeldet. Über die AirPlay-Funktion nimmt das iPad bei Bedarf Kontakt mit dem MacBook auf und dieses zeigt, was ich auf dem iPad gerade vorführe.

Voraussetzung ist, dass das MacBook sich als Gegenstelle für AirPlay identifizieren kann. Dies übernimmt ein Programm. Reflektor, AirServer oder X-Mirage sind für Mac OS X und Windows erhältlich und bieten vergleichbaren Funktionsumfang.

Zugegeben. Der Aufbau einer solchen Umgebung ist unkonventionell und in vielen Fällen unnötig. Aber er bietet umfangreichere Möglichkeiten für die Präsentation, als ein MacBook mit Pointer. Mir persönlich gefällt sehr, dass ich zwischendurch vom iPad aus eine kleine Zwischensequenz einbauen kann, die ich mit dem Präsentationsmodus von Evernote realisiere (Du hast noch kein Evernote-Konto? Warum nicht?). Oder ich zeige meine Beispielfilme gern mit einem iPad, da mir das Vor- und Zurückspulen mit Gesten mehr zusagt, als der Einsatz einer Maus am MacBook.

Fazit

Die klassische Ausstattung bestehend aus Beamer und Laptop reicht allein nicht mehr. Aber mit einem kleinen Programm lässt sich aus dieser Kombination zusammen mit einem iPad auch aktuell eine Präsentation vorführen – mit allen positiven Eigenschaften, die ein iPad zu bieten hat. Dadurch macht mir das Gestalten von Vorträgen und Präsentationen mehr Spaß und ich habe mehr Möglichkeiten, was Interaktivität und Abwechslung angeht.

Die vorgestellten Produkte:

2 Kommentare

  1. Gerhard 17. Apr 2014 at 16:59

    hallo alexander,
    gut beschrieben und von mir als version mit dem appletv auch schon im einsatz. ich habe das ipad air, und die appletv mit einem konverter von hdi auf vga mit dem beamer verbunden.
    alles klappt, einzig das bild am beamer ist nicht bildfüllend sondern viel kleiner als die beameranzeige. ich habe bereits die auflösungen verändert, jedoch kein erfolg. entweder wird die präsentation verzerrt oder mit zoom wird das bild einfach vergrössert, die diagonale bleibt aber. dann ist das bild einfach abgeschnitten.

    hast du diese erfahrung auch gemacht und wenn ja, hast du eine lösung? apple support konnte mir nicht helfen.

    danke und gruss
    gerhard

    Antworten
    1. Alexander Fillbrandt 17. Apr 2014 at 18:08

      Hallo Gerhard,
      ich denke, es liegt an dem Konverter. HDMI auf VGA entfernt eine ganze Menge Informationen aus dem Datenstrom. Hat der Beamer keinen HDMI-Anschluss? Wenn nicht, dann sollte sich in den Einstellungen des Beamers vielleicht was finden, das das Bild hochskaliert.

      Ich habe immer einer Beamer mit HDMI im Einsatz.
      Gruß
      Alex

      Antworten

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