Nachlese Dysphagie-Akademie Hamburg (1/3)

Im November fand in Hamburg ein Dysphagie-Akademie statt. Ein Mischung aus Tagung und Fortbildung, die für Ärzte und Therapeuten gleichermaßen interessant war und sich auf die Relevanz von Dysphagien in Neurologie und Geriatrie konzentrierte.

In Vorträgen und Work-Shops ging es außerdem um Diagnostik und Therapie von schluckgestörten Patienten mit einem Ausblick auf die Ernährungssituation.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Prof. Wirth ging es auch gleich zur Sache. Thema war der Zusammenhang zwischen Dysphagie und Mangelernährung.

Kognitive Störungen steigern die Prävalenz von Dysphagien im Alter.Prof. Rainer Wirth, Lehrstuhl für innere Medizin, Uni Erlangen-Nürnberg

Dabei sind besonders die Patienten von einer Mangelernährung betroffen, die in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern untergebracht sind. Hier liegt die Quote bei 50%. Eine Dysphagie steigert das Risiko für eine Malnutrition im Verlauf um den Faktor 2,4. (Foley NC et al.; J Rehabil Med 2009)

Der Zusammenhang zwischen einer hohen Komplikationsrate und einer Unterversorgung mit Nährstoffen und Flüssigkeit sollte eigentlich jedem klar sein, allerdings werden immer noch zu wenig standardisierte Screeningverfahren durchgeführt um entsprechende Erkenntnisse auch zu dokumentieren. Dies sei aber der erste Schritt zur Verbesserung der Situation.

Sinnvoller Weise – so Prof. Wirth – könnten hier Logopäden eingesetzt werden. Diese erkennen Dysphagien und sind in der Lage kurzfristige Ernährungsvorschläge zu machen und durch Therapie die oropharyngealen Dysphagien zu verbessern – und damit die Ernährungssituation der Patienten. Und damit letztlich könne das Outcome der Patienten deutlich verbessert werden.

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