Katholiken und Homöopathie machen mir Angst!

Der „Bund Katholischer Ärzte“ (BKÄ) hat unter dem vielversprechenden Titel „Ja, es gibt Hilfe“ etwas geschrieben. Sie stellen dort die These auf, Homosexualität sei behandelbar und beschreiben gleich, wie das möglich sei. Das allein reicht schon aus, um mich wütend werden zu lassen. Auch wenn der BKÄ beschwichtigend verkündet, Homosexualität sei natürlich keine „Erkrankung“, so impliziert der Begriff „behandelbar“ sehr wohl eine Art krankhaftes Verhalten.

Wie gesagt, das allein ist für meine Toleranzschwelle schon genug. Aber es wird noch besser: Behandlungsmöglichkeiten wären Seelsorge, Psychotherapie und Homöopathie. Eine Hochpotenz mit Platinum wird als probates Mittel gegen Homosexualität angepriesen.

An dieser Stelle kommt mir der Gedanke, dass – wenn Homöopathen mit quasi gegen Null verdünnten „Stoffen“ arbeiten die eigentlich ursächlich sind – Platinum in hochkonzentrierter Form wohl schwul macht und ich meinen Vorrat an Platinum dringend aufstocken muss.

Nun ist es ja so, dass sowohl die Katholiken als auch die Homöopathen einem Glauben aufgesessen sind, weshalb es gar nicht so abwegig ist, dass beide Glaubensrichtungen sind verbinden. Katholiken sind hin- und her gerissen zwischen der glaubhaften Theorie der Evolution und der aberwitzigen Schöpfungsgeschichte und Homöopathie ausübende Ärzte sind hin- und her gerissen zwischen der glaubhaften wissenschaftlich betriebenen Medizin (der sie zum Teil ihren akademischen Grad verdanken) und der aberwitzigen Geschichte von der Erinnerungsfähigkeit von Wasser und der Wirkung von Nichts. Doch das berechtigt doch noch niemanden, Homosexuellen ihren Seelenfrieden unnötig zu erschweren.

Homosexualität treibt niemanden in den Abgrund, zwingt niemanden zum Selbstmord oder zerstört kein Glück! Es ist immer das Umfeld. Die Menschen in der unmittelbaren Umgebung, Familien und angebliche Freunde sind es, die einem Homosexuellen das Leben schwer machen können.

Für einen jungen Menschen der entdeckt, dass er sich zum selben Geschlecht hingezogen fühlt ist es erst einmal etwas schönes, schließlich hat er eine wichtige Selbsterkenntnis gewonnen. Ein Problem wird diese Erkenntnis nur dann, wenn sie mit einem unverständigen Vater geteilt wird und dieser seine Engstirnigkeit und Ignoranz in Worten und Taten zum Ausdruck bringt. Für eine junge Mutter, die nach langem Ringen erkennt, dass sie mehr für ihre beste Freundin empfindet ist es eine schöne Erkenntnis, weil sie Liebe gefunden hat. Ein Problem wird diese Erkenntnis, wenn sie diese mit ihrem Ehemann teilt, der seine Unfähigkeit zur Liebe in Worten und Taten zum Ausdruck kommt.

Also wenn Platin einem Homosexuellen helfen soll, dann nicht als Zuckerperle sondern als Boxhandschuh, eingesetzt nicht gegen die eigenen tatsächlich großartigen Erkenntnisse sondern die störenden Ignoranten im Umfeld. Was wäre das für ein Befreiungsschlag. Liebe homophobe Mitglieder der Gesellschaft, nehmt euch in Acht!

Insofern erinnere ich an meinen Gedanken am Anfang und rate allen Homosexuellen: stockt euren Vorrat an Platinum auf, es hilft!

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